Literaturkritik

Wenn es regnet, fahre ich mit dem Bus zur Arbeit. Sonst mit dem Fahrrad. Ich will mich in Form halten.

Wenn es also regnet, kaufe ich mir am Kiosk die Tageszeitung. Der Kiosk ist rund, hat ein rotes Dach und steht an einer Ecke, wo sich zwei Einfallstraßen treffen. Ich mag das Wort Einfallstraße. Es beschreibt den Sachverhalt ziemlich treffend.

In dem Kiosk sitzt eine ältere Dame. Moin, sage ich zu ihr. Dann gebe ich ihr das Geld für die Zeitung.

Immer donnerstags gibt es ein Gedicht auf der Kulturseite. Bisher mochte ich das immer. Hat doch was, auf dem Weg zur Arbeit ein Gedicht zu lesen. Aber letzten Donnerstag nicht. Da war mir das Ganze zu abgehoben.

Ich weiß nicht, in welcher Welt dieser Künstler lebt. In meiner nicht.

Ein Gedanke zu “Literaturkritik

  1. Aha
    😉

    ——————————————–
    Vielleicht gefällt das Gedicht ja Leuten, die sich aus dem Wort Einfallstraße nicht viel machen.
    Gedichte, die allen gefallen wird es nie geben, wohl aber Gedichte, die den meisten nicht gefallen.
    Nur, muss eine Zeitung gefällig sein? Und auch die Feststellung, dass man mit dem Gedicht rein garnichts anfangen kann, ist eine Beschäftigung mit Dichtung. Morgen gibts vielleicht wieder ein Gedicht, das gefällt und man weiß nun viel besser zu erfassen, warum.

    liebe Grüße

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